Gottfried Helnwein. Kind


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Gottfried Helnwein. Kind

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Der 1948 in Wien als Sohn eines Beamten geborene Gottfried Helnwein zählt zu den weltweit bekanntesten, aber auch umstrittensten österreichischen Künstlern der Gegenwart. Seine Ausstellungen erzielen Besucherrekorde. Helnwein gehört mittlerweile zu den international populärsten Malern der Gegenwart.

Helnweins künstlerischen Ursprünge liegen tief verwurzelt in seiner österreichischen Heimat: Mit dem Magischen Realismus Hausners verbindet ihn die ins Surreale gehende Überzeichnung des Bildgegenstandes, mit Hermann Nitsch und dem Wiener Aktionismus der Hang zur Inszenierung von Blut, Gewalt und Perversion.

In seinen Arbeiten setzt sich Gottfried Helnwein überwiegend mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander. Diese betreffen Körper und Psyche in gleichem Maße. Seine künstlerischen Interventionen sind von einer schmerzhaften Unmittelbarkeit, deren emotionale Energie weit über die großen Bildformate hinaus den Raum und den Betrachter ergreift.

Mit dem Bild vom „malträtierten Kind“ greift er frontal die uns lieb gewordenen kindertümelnden Bildvorstellungen an und spricht in diesem Zusammenhang von der durch Krieg, Verletzung, Misshandlung und Vernachlässigung weltweit zunehmenden Traumatisierung von Kindern.

Helnweins Provokationen sind enorm, weil sie so still, so subversiv und klammheimlich daherkommen. Sie packen uns von hinten, da wo die antrainierten und gut funktionierenden Verdrängungsmechanismen sitzen. Seine Kinderbilder können zum Horrortrip für den Betrachter werden. Vielfach sind die sanften Kindergesichter durch Verletzungen furchtbar entstellt. Blut, Narben, Wundmale, Bandagen. Der Anblick ist manchmal kaum auszuhalten. Aber was bedeutet das schon gegen die täglich von vielen Millionen von Kindern erlittenen Schmerzen, Qualen und Folterungen?

Hardcover, 240 Seiten, 4/4 farbig, Hirmer Verlag

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